Denk mal nach: Kannst du schon was erkennen?…
Gott kennt mich durch und durch!
Das ist phänomenal! Ich empfinde es gar nicht als beängstigend. Im Gegenteil, es berührt mich und lässt mich sicher fühlen. Gott kennt mich und kann mich trotzdem lieben. Ich muss mich nicht verstellen, nichts vor ihm verstecken,
er nimmt mich an, wie ich bin, und kann gut damit umgehen. Weil er mich durch und durch kennt, kann er mich auch durch und durch verstehen. Besser, als ich mich selbst verstehe. Und weil er mich bis ins Innerste kennt, weiß er auch
am besten, wie er mich formen kann. Er bewirkt in mir die Veränderung, die ich nötig habe. Ich kann ihm vollkommen vertrauen und mein Leben, ja, mich selbst in seine Hand legen. Das alles empfinde ich als höchst befreiend und beruhigend!
Dass Gott mich bis auf den Grund kennt, mich erkennt, finde ich allein schon beeindruckend. Doch die Aussage im ersten Korintherbrief finde ich überwältigend! Es ist für mich wie ein sogenanntes Aha-Erlebnis. Paulus schreibt im Kapitel 13, Vers 12, dass wir jetzt stückweise sehen, undeutlich wie durch einen trüben Spiegel. Doch einmal werden wir schauen, von Angesicht zu Angesicht. „Dann werde ich erkennen, wie auch ich erkannt worden bin.“ So steht es geschrieben.
Erkennen, wie ich erkannt bin. Hier bedeutet „erkennen“ mehr, als jemanden oder etwas zu sehen und dann zu wissen, wer oder was das ist. „Erkennen, wie ich erkannt bin“ heißt, dass ich eines Tages so tief erkennen werde, wie ich selbst von Gott erkannt bin, wie Gott mich erkennt! Da Gott die Menschen vollkommen kennt, lässt dies erahnen, wie tief die Erkenntnis sein wird, die Gottes Kinder einmal erlangen werden. Es geht nicht allein um Wissen und Verständnis. Nicht nur ums Erkennen von Zusammenhängen und Hintergründen, um dann auch endlich alle jemals gestellten Fragen beantworten zu können. Es geht um ein viel höheres Maß an Erkenntnis! Diese beginnt zwar schon in diesem Leben mit der Furcht Gottes, denn Gottes Weisungen zu kennen, zu lieben und zu achten, öffnet Herz und Verstand und füllt sie mit Gottes Weisheit. Doch „erkennen, wie ich erkannt bin“ ist etwas viel Größeres! Etwas Gewagtes! Es kann nicht in diesem Leben geschehen, sondern erst in dem Moment, wenn ich Gott sehen werde. Dann werde ich ihn so tief erkennen, wie er mich erkennt!
Und es geht noch weiter! Johannes schreibt in seinem ersten Brief, Kapitel 3, Vers 2: „Wenn wir ihn sehen, wie er ist, werden wir ihm gleich sein.“ Ja, Gott wird sich einmal klar und deutlich all denen zu erkennen geben, die er schon jetzt seine Kinder nennt. Sie werden ihn so sehen, wie er ist. Und dies wird die gewaltigste Verwandlung bewirken, die ein Mensch je erleben kann. Eine Verwandlung nach Gottes Vorbild, nach seinem Bild!
Welche herrliche Aussicht! Welche Hoffnung und Ermutigung! Schon in dieser Welt erlebe ich Erneuerung und innere Veränderung, je mehr ich Gottes Wesen verstehe, wie es in der Bibel offenbart wird. Wie groß, wie tief, wie grundlegend wird diese Veränderung dann sein, wenn ich einmal Gott den Vater von Angesicht zu Angesicht sehen werde, wie er ist!
Damit fängt meine ewige Zukunft an. Und während die Zeit in der Ewigkeit zerschmilzt, werde auch ich zusammen mit allen Kindern Gottes seine absolute und reine Liebe, seine Herrlichkeit, seine Weisheit, seine Macht immer mehr erforschen und die unbegreiflichen Dimensionen von Gottes vollkommenem Wesen immer tiefer erkennen. Das ist das Ewige Leben! So hat es Jesus selbst gesagt. Und das ist auch das Einzige, was pures Glück, unaussprechliche Freude und tiefe Erfüllung bedeutet, in Ewigkeit!
Das ist das ewige Leben, dass sie Dich, den einzig wahren Gott erkennen,
und Den Du gesandt hast, Jesus Christus.
(Jesus in Johannesevangelium 17,3)
Noch sehen wir stückweise, wie durch einen trüben Spiegel.
Doch einmal werden wir von Angesicht zu Angesicht sehen.
Wir werden erkennen, wie wir erkannt sind.
(1. Korinther 13,12)
Wir werden Ihm gleich sein, denn wir werden Ihn sehen,
wie Er ist. Wer diese Hoffnung hat, reinigt sich selbst,
wie Er rein ist.
(1. Johannes 3,2)
