Jesus und der Friedhof für die Fremden

Denk mal nach: Was hat ein Friedhof mit Hoffnung zu tun?

Es ist immer wieder beeindruckend, wieviel Neues es beim Bibellesen zu entdecken gibt, obwohl man manche Stellen zigmal gelesen hat.
Mir ging es vor einiger Zeit so, als ich das 27 Kapitel des Matthäus Evangeliums wiedermal gelesen habe. Den Bericht über die Verhaftung, die Kreuzigung und Beisetzung von Jesus.
Ich hatte nicht unbedingt vor, diese Stelle so schnell wieder zu lesen, weil ich glaubte, ich wusste schon alles, was dort steht. Mein Bibelleseplan hat es aber so vorgesehen und so las ich das alles zum wiederholten Mal.
Ich kam an die Stelle über Judas Reue, weil er Jesus verraten hat. Verzweifelt warf Judas die 30 Silberlinge in den Tempel, aber dieses Blutgeld war nicht würdig für den Tempelschatz.

Das Tauschgeld für Gottes Sohn war nicht gut genug für Gottes Tempel.

Was für eine Ironie!
Und da stachen folgende Worte aus dem Text heraus, sie trafen mich regelrecht:

„Sie beschlossen aber, den Töpferacker davon zu kaufen, als Friedhof für die Fremden.“

In diesem Satz steckt eine Botschaft. Es sind immer wieder auch solche verborgenen Schätze, die die Bibel so faszinierend und lebendig machen! Um den Schatz hier zu finden, müssen wir etwas tiefer graben…

Das Geld des Verrats war für die Priester nicht gut genug, um es für den Dienst im Tempel zu verwenden. Es war unreines Geld. Also kauften sie damit einen Ort für die Unreinen. Einen Friedhof für die Fremden, die Heiden. Den Priestern schien es passend zu sein. Was sie aber nicht wussten war, dass sie dadurch eine Botschaft Gottes an die Welt sandten, die für sie verborgen und unvorstellbar war.
Die Juden glaubten, dass Gott der Gott Israels ist und Israel sein auserwähltes Volk. Das reine Volk inmitten von unreinen Völkern. Sie wussten damals noch nicht, dass Gottes Plan die ganze Menschheit beinhaltet und nicht nur das jüdische Volk. Dass Gott durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Macht der Sünde zerbrochen hat, und dass er jeden Menschen als rein ansieht, der seine Schuld vor Gott bekennt und seine Vergebung annimmt.

Als sein Sohn für 30 Silberlinge verraten wurde und mit diesem Geld ein Platz für die Heiden gekauft wurde, setze Gott genau dieses Zeichen:

Dass der Tod seines Sohnes für Juden und für Heiden geschah und dass Gottes Einladung und Rettung für jedes Volk und jeden Menschen gilt.

Gott gibt hier einen Hinweis auf seinen Plan. Ein verborgenes Geheimnis, das Gott der Welt offenbart: Das ist die Gemeinde Jesu. Menschen aus der ganzen Welt, aus verschiedenen Völkern und aus verschiedenen Zeiten gehören zusammen zu einer festen Gemeinschaft, zu einer Körperschaft. Sie gehören zu Jesus. Sie bilden den Leib Jesu. Er ist das Haupt, sie sind die Glieder. Sie sind Menschen, die die Vergebung Gottes angenommen haben und ihm ihr Leben anvertrauen. Sie sind gemeinsam auf dem Weg, sie achten einander und helfen einander. Sie üben Liebe und Barmherzigkeit und sind Träger der Hoffnung und des Lichts. Sie leben aus Gott, für Gott und sie wissen, dass sie einmal für immer bei Gott sein werden. Am Ziel! Dort, wo auch ihr Herr Jesus Christus ist.

-Ein Friedhof für Fremde, für Menschen aus allen Völkern, gekauft von dem Geld für Gottes Sohn-
Ich staune, was das für eine Botschaft sendet! Was das für mein Leben bedeutet:

Ich bin eingeladen zu Jesus zu gehören. Zu seinem Leib.

Ich bin eingeladen auch zu denen zu gehören, die Jesu Spuren folgen, auf dem Weg zum Ziel.

Ich bin eingeladen! Und es ist egal, woher ich komme.
Wichtig ist, wohin ich gehe. Und mit wem…

 
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